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Der 1000-jährige Dom prangt in der Mitte des Jahresordens der IGMK. Foto: pa/Balzarin

Große IGMK Jahrestagung in der Narrhalla


Kreiert hatten ihn Mitglieder des Wormser Karnevalvereins in Absprache mit der Stadt Worms. „Gestaltet wird der Orden immer mit einem Motiv des Ortes, in dem die Jahrestagung der IGMK stattfindet“, informierte Matthias Matheis, stellvertretender Vorsitzender der Narrhalla. „Was lag da näher als das tausendjährige Jubiläum des Wormser Doms im kommenden Jahr.“ So ist in den farbenfrohen Orden aus leichtem Metall eine Medaille eingebettet, die den Dom mit Aufschrift des Jubiläums zeigt. Umkränzt von goldfarbenen Ornamenten und den Farben des Karnevals sind auch die Landeswappen von Rheinland-Pfalz und Hessen zu sehen. „Weil die IGMK in diesen beiden Ländern tätig ist“, führte Matheis weiter aus.

Ausgehändigt wurden die Jahresorden der Kampagne 2017/18 an über 60 Vertreter von Karnevalvereinen, die zur Jahreshauptversammlung in die Nibelungenstadt gekommen waren. Sie können weitere Orden bestellen, um ihn für vereinsinterne Ehrungen zu verwenden, wie IGMK-Präsident Dietmar Jerger darlegte.

Ein großes Thema sei das Sicherheitskonzept bei Fastnachtsveranstaltungen und die damit einhergehende finanzielle Belastung der Vereine, so Präsident Jerger. Deshalb wurde auf seinen Vorschlag hin der Programmpunkt mit auf die Tagesordnung genommen. In der Sitzung des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport in der kommenden Woche will Jerger die Situation darlegen.

„Die Narrhalla hat eine über 150 Jahre alte Tradition in Worms, und die Fastnachtssitzungen, die Straßenfastnacht oder die Fastnachtsposse finden eine breite Basis in der Bevölkerung“, betonte Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek.

Absage an reine Partykultur

Aufgrund der allgemeinen Lage sei ein Sicherheitskonzept gefordert und auch dringend notwendig. „Aber es muss ein Kompromiss gefunden werden. Denn wenn Vereine die Veranstaltungen infolge von zu hoher finanzieller Belastung absagen müssen, hätten die Terroristen eines ihrer Ziele erreicht.“ Die Stadt wolle die Fastnacht so gut sie könne unterstützen, unterstrich Kosubek.

Grußworte richtete Patric Heischling, Vorsitzender der Wormser Narrhalla, die die Jahreshauptversammlung ausrichtete, an die zahlreichen Gäste. Zum ersten Mal dabei war Klaus-Ludwig Fess, Präsident des „Bundes Deutscher Karneval“, dem 35 Regionalverbände angehören. „Wir setzen uns ein für die Erhaltung und den Schutz von Bräuchen und Traditionen“, betonte er. „Fasching, Fastnacht, Karneval ist unser aller Kulturgut, ein Ausdruck von Lebensfreude und Toleranz, die alle verbindet. Hier ist kein Platz für Gewalt oder Rassismus. In Zeiten des Umbruchs gibt es viele Ängste. Aber wenn dem Karneval Gefahr droht, dann nicht von Fremden, sondern von Menschen, die nicht begriffen haben, wo unser Ursprung und unsere Werte liegen. Und solche, die Fastnacht zur Partykultur entwickeln wollen, haben hier nichts zu suchen“, so Präsident Fess, der sich auch gegen Sommerkarneval aussprach.